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Burg Rode

Burg Rode

Die Burg Rode, in der Stadtmitte von Herzogenrath gelegen, ist eine Höhenburg, die bereits vor 1104 entstand – jenes Jahr, in dem die Stadt erstmals urkundlich erwähnt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Burg Rode Grenzfestung und Zollburg in einem.

 

Bereits in römischer Zeit wurde eine bedeutende Fernhandelsstraße, die "Via Belgica" angelegt, die damals von Köln über Jülich kommend an Herzogenrath vorbei führte und bei Rimburg das Wurmtal querte.

 

Im frühen Mittelalter wurde die römische Trassenführung teilweise aufgegeben und direkt durch Herzogenrath umgeleitet. Wie wichtig diese Zollstelle in Herzogenrath war, ist an zwei Faktoren erkennbar: Zum einen wird die Abtei Rolduc, die unmittelbar neben der Burg Rode auf dem Gebiet der Stadt Kerkrade liegt, Stammkirche der Herzöge von Limburg. Zum anderen existieren heute noch Steuerlisten des Reiches Brabant, die Auskunft über Einnahmen aus dem Reich geben. Diese zeigen, dass in Herzogenrath über 3.300 Goldgulden pro Jahr eingenommen wurden, ein Betrag, der die Einnahmen der übrigen Zollstellen des Landes um mehr als das Zehnfache überschritt.

 

Burg Rode

Während des Wiener Kongresses 1814/15 wurden Herzogenrath und Kerkrade getrennt. Kerkrade fiel an die Niederlande, während Herzogenrath preußisch wurde.

 

Damit wurden nicht nur die historisch verbundenen Anlagen Burg Rode und Kloster Rolduc getrennt, auch die Siedlungsbereiche und die dort wohnhaften Familien wurden auseinandergerissen.