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Burg Wilhelmstein

Burg Wilhelmstein

Die Burg Wilhelmstein wurde um 1300 als Grenzfeste vom Grafen Wilhelm von Jülich errichtet. Sie war ursprünglich Sitz eines Jülicher Amtes, das drei Gerichte umfasste. Vögte haben hier für ein großes Gebiet des Jülicher Reiches die Gerichtsbarkeit ausgeübt. In germanischer Zeit bildete die Wurm, an dessen östlichem Ufer die Burg auf einer Felsnase erbaut wurde, die Grenze zwischen dem Jülichgau und dem Maasgau. Zur Zeit der Kirchenherrschaft trennte der Flusslauf das Erzbistum Köln vom Erzbistum Lüttich. Im Mittelalter verlief südlich, im Abstand von einem Kilometer, die Grenze des Aachener Reiches, welches immer direkt dem Reichsoberhaupt, dem Kaiser, unterstand.

 

Vom Ortsteil Bardenberg aus gelangt man heute durch eine schattige Allee zunächst zur noch erhaltenen Vorburg mit Rundturm - vormals Kerker - und gotischem Torbogen. Die Vorburg war ursprünglich durch einen Wassergraben geschützt. Die Rolle der Zugbrückenkette ist heute noch zu sehen. Der Innenbereich der Burg, der durch mächtige Bruchsteinmauern mit Verteidigungsbastion geschützt ist, war als Fliehburg angelegt. In Kriegs- und Notzeiten konnten die Bewohner der umliegenden Lehenshöfe und aus dem Ort Bardenberg dort Schutz finden.

 

Heute beherbergt die Burg Wilhelmstein neben einer Freilichtbühne, auf der Konzerte, Kabarett und Kino geboten werden, auch ein beliebtes Restaurant, das - ebenso wie der Ausschank in der Freilichtbühne - vom Eigentümer des Geländes geführt wird.