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Haus Hückelhoven

Haus Hückelhoven

Haus Hückelhoven ist das älteste Gebäude der Stadt. In mehreren Urkunden des 13. Jahrhunderts werden die Herren von Hückelhoven erwähnt, die ihren Stammsitz in Jülich hatten. Man geht davon aus, dass ihr Wohnsitz, die Wasserburg Haus Hückelhoven, damals schon bestand.


Umgeben von einem großen Weiher diente Haus Hückelhoven als Wohn- und Verteidigungsanlage. Das Herrenhaus wird geprägt von einem Renaissance-Doppelgiebel und einem quadratischen, viergeschossigen Turm. Der Kern der Gebäude datiert aus dem 14. Jahrhundert, weitere Umbauten erfolgten im 16. und 17. Jahrhundert. Der zweigeschossige Bau, in heimischem Ziegelstein errichtet, lässt deutlich einen älteren und jüngeren Teil erkennen.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich das Gut zu ansehnlicher Größe und Macht emporgeschwungen. Doch ein überaus üppiges Leben und fast fürstlicher Aufwand führten allmählich zum Niedergang. 1830 kaufte der Gymnasialdirektor den heruntergekommenen Besitz, um ein Erziehungsinstitut für verwahrloste Knaben einzurichten, was misslang.

 

Der letzte private Besitzer war Pfarrer Wilhelm Schnorrenberg, der den Besitz der Kirche für religiöse oder wohltätige Zwecke hinterließ. Nach verschiedenen Nutzungsformen betreibt die Pfarrgemeinde St. Lambertus das Pfarrzentrum Burg im Haus Hückelhoven. Im Sinne der Schnorrenberg-Stiftung ist das älteste Gebäude der Stadt nun Mittelpunkt pfarrlichen Lebens und fördert religiöse, caritative und wohltätige Initiativen.