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Burg Baesweiler

Kulturzentrum Burg Baesweiler

Die Ursprünge der Burg Baesweiler liegen in einem befestigten Hofgut, das ein Jülich'sches Lehen war. Seine Erbauer waren die Herren von Baesweiler, die sich, wie damals üblich, nach ihrem Wohnsitz nannten. Die Burg ist ein typisches Beispiel für den rheinländischen Vierkanthof: eine zweigeschossige Vierflügelanlage aus Backstein auf trapezförmigem Grundriss.

 

An der Tatsache, dass ihr einstiges Wohnhaus baulich direkt mit den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden verbunden ist, lässt sich ablesen, dass die Anlage früher als Sitz einer Familie aus niederem Landadel diente, da bei hochadeligen Residenzen die räumliche Trennung von Herrenhaus und Ökonomiegebäuden üblich war. Eine steinerne Brücke führt zum spitzbogigen Hauptportal der Burganlage, das von einer Blausteinfassung eingerahmt und mit den Wappen der Familien gekrönt ist. Zur Seite des Innenhofs befindet sich über dem Torbogen eine Galerie als Zugang zu den Räumen im Obergeschoss der Burg. Den ältesten Teil der heutigen Anlage bildet ein schlichtes Wohnhaus mit Eckquaderung aus dem 16. Jahrhundert. Angebaut ist ein achteckiger, hofseitig gelegener Treppenturm, der noch im 18. Jahrhundert eine schlanke Zwiebelhaube trug. Die übrigen Flügel der Burganlage – die ehemaligen Wirtschaftsgebäude – stammen in ihrer Bausubstanz mehrheitlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

 

Bis 2002 wurde die Burg Baesweiler landwirtschaftlich genutzt, ehe sie in den Jahren 2005 und 2006 zu einem städtischen Kulturzentrum umgebaut wurde. Heute beherbergt sie die Stadtbücherei, eine Sammlung von Ritterrüstungen und einen Gastronomiebereich mit regelmäßigen Veranstaltungen wie Kabarett, Konzerten, Ausstellungen und Kommunalkino. Wahrzeichen der Burg und der Stadt ist eine metallene Löwenplastik. Die ehemalige Wasserburg steht seit 1988 unter Denkmalschutz.