Marienwallfahrt und Gnadenkapelle

Marienwallfahrt und Gnadenkappelle

Aldenhoven ist seit Mitte des 17. Jahrhundert Marienwallfahrtsort. Der Chronik zufolge fand der Bürger Dietrich Mülfahrt aus Aldenhoven 1654 in einem Lindenbaum ein Bild der Mutter Gottes. Jeden Abend hielt er mit seinen Freunden Johann Gatzweiler und Peter Lennartz dort eine Andacht. Dabei sahen sie ein wunderbares Leuchten, das an Kerzenschein erinnerte. Mülfahrt und seine Freunde benachrichtigten den Pastor, der das Marienbild daraufhin in die Pfarrkirche bringen ließ.

 

An der Stelle, wo sie die Lichterscheinung gesehen hatten, ließ Herzog Philipp Wilhelm von Jülich im Jahre 1659 die Gnadenkapelle mit einem barocken Hochaltar und mit Kreuzigungsgruppe erbauen. In der Kapelle wird das Gnadenbild bis heute aufbewahrt und Maria unter dem Namen "Zuflucht der Sünder" verehrt. Vorbild für die Kapelle war damals das bayerische Marienheiligtum in Altötting, wenn auch die Ausführung in sehr viel kleinerem Maßstab erfolgte. In den Jahren nach 1655 sollen sich anlässlich von Pilgerfahrten nach Aldenhoven zahlreiche "Wunder" ereignet haben, von denen ein großer Teil auch amtlich registriert wurde.