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Schloss Burgau

Schloss Burgau

Das Wasserschloss Burgau liegt am Rande der Stadt Düren im Burgauer Wald und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Archäologische Grabungen ergaben eine erste Bauperiode, die der Zeit um 1100 zuzurechnen ist. Der Wohnturm, der nachträglich im Jahre 1551 mit einem aufwändigen, reliefverzierten Erker geschmückt wurde, stammt aus dem Mittelalter. Erst später errichtete man die Süd-, Ost- und Nordflügel der Hauptburg. Der Umbau zu einer barocken Dreiflügelanlage erfolgte um 1730.


Die Herrschaft Burgau war ein Lehen von Heinsberg, das 1484 an das Herzogtum Jülich ging. Die Besitztümer erstreckten sich weit über das Schloss hinaus. Im Jahr 1816 sind Ländereien mit einer Gesamtfläche von 1200 Morgen ausgewiesen. 1915 erwarb der Rittmeister Ernst Nienhausen das Schloss. Seit dieser Zeit war es unbewohnt und dem Verfall preisgegeben. 1917 kaufte die Stadt Düren Burgau mit allen Besitztümern für 600.000 Mark. In den 1920er Jahren wurde das Schloss als Ausflugsziel umgewandelt und für den Tourismus erschlossen.

Schloss Burgau

Durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg verfiel das Schloss zunehmend. Die Bürgerinitiative "Rettet Burgau" stieß auf großes Interesse und Spendenwilligkeit bei der Bevölkerung. Diesem Anstoß ist es wohl zu verdanken, dass die Stadt Düren große Summen zum Wiederaufbau bewilligte, um Schloss Burgau so originalgetreu wie möglich zu restaurieren. Seit dem Wiederaufbau dient Schloss Burgau als Touristenattraktion und Veranstaltungsort.