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Schloss Merode

Schloss Merode

Die Ursprünge des heutigen Herrschaftssitzes reichen zurück in das 12. Jahrhundert. Damals ließ der königliche Ministeriale Werner an dieser Stelle auf einer Rodung einen Sitz anlegen. Dies gab der Familie den Namen, abgeleitet aus dem lateinischen "de Rode" und dem mittelhochdeutschen "van dem Rode" oder auch "van me Rode".

 

In den darauffolgenden Jahrhunderten dehnte sich die Herrschaft derer von Merode immer weiter aus. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erstreckten sich ihre Besitztümer auf 400 Gebiete, welche sich in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Luxemburg befanden. Darunter gab es drei Marquisate, 69 Herrschaften und mehr als 50 Schlösser.
Dem direkten Vorfahren des heutigen Schlossbesitzers, Felix von Merode, wurde 1830 der belgische Thron angeboten. Allerdings lehnte er ab, da er jemanden aus dem Hause Sachsen-Coburg-Gotha bevorzugte, um Anerkennung von England zu bekommen.


Ihren Charakter als imposante Festung erhielt die Anlage in der Zeit des 13. und 14. Jahrhunderts. Das heutige Aussehen des Schlosses geht weitgehend auf die Bautätigkeiten im 17. und 18. Jahrhundert zurück. Typisch ist der Einbau von über 1.700 größeren Stichbogenfenstern mit kräftiger Überdachung aus Keilsteinen. Im Krieg stark zerstört, zeigte sich im Wiederaufbau die enge Verbundenheit der Dorfbewohner mit den Schlossherren und "ihrem" Schloss. Auch nach dem verheerenden Brand im Jahr 2000, bei dem weite Teile der Schlossanlage beschädigt wurden, wurde diese Verbundenheit durch tatkräftige Unterstützung deutlich.