Audio-Guide

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


Schloss Rurich

Schloss Rurich

Die mehrteilige, ausgedehnte Schlossanlage ist ein idyllisches Kleinod vergangener Jahrhunderte im schönen Rurtal. Das ehemalige Rittergut aus dem 18. Jahrhundert, bestehend aus einem Herrenhaus, verschiedenen Wirtschaftsgebäuden, Überresten der alten Burganlage und einer Parkanlage mit Damwild, wurde erstmals 1248 erwähnt. Der Ort Rurich an sich geht auf die Zeit der Römer zurück und war als Legionärsunterkunft unter dem Namen Castellum Ruriacum bekannt.


Ende des 16. Jahrhunderts wurde die damalige Burg Rurich – ein quadratischer Bau mit Ecktürmen und Satteldach, der von einem Burggraben umgeben war – umgestaltet. Noch heute sind von diesem Gebäude südwestlich des jetzigen Herrenhauses Fundamente und Kellerräume erhalten. Im Kampf um Jülich im Jahr 1609 wurde die Burg geplündert und stark beschädigt.


Das heutige Schloss, das in den Jahren 1775 bis 1790 erbaut wurde, erweiterte man 1850 um einen Turm. Weitere Baumaßnahmen wurden 1879 vollendet. Dazu gehörten Umbauten auf der Hofseite, außerdem wurden dem Hauptgebäude ein großer Saal sowie ein gotische Kapelle angefügt.


Im Laufe der nächsten Jahre wechselte der Besitz aufgrund von Todesfällen sehr häufig. Nach dem Tod des letzten Familienzweiges des Grafen Alfred Polycarp von Hompesch erwarb der vermögenden Gutsbesitzer Hubert und Theodor Schlick im Jahr 1913 das Anwesen. Durch Erbgang befindet sich das Schloss heute im Privatbesitz des Reichsgrafen Eckbert von Dürckheim-Montmartin.


In dem 10 Hektar großen Park des Anwesens befindet sich die Damhirschzucht des Schlossbesitzers. Schloss, Nebengebäude und Park bilden eine attraktive Einheit. Charakteristisch für das Anwesen ist ein uralter Baumbestand. Das Schloss bewahrt eine bedeutende Sammlung alter Gemälde, die zum größten Teil auf den Besitz des Grafen von Hompesch zurückgehen.