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Die Selfkantbahn

Die Selfkantbahn

70 Jahre lang diente die Geilenkirchener Kreisbahn der Erschließung des vorwiegend ländlich geprägten Raumes. Das Ende dieser meterspurigen Kleinbahn schien im Jahre 1971 unweigerlich gekommen, hätten nicht zwei Jahre zuvor begeisterte Eisenbahnfreunde den Verein "Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e.V." ins Leben gerufen. Sie begannen, historisch wertvolle Schienenfahrzeuge überall in Deutschland – oft in letzter Minute – vor der Verschrottung zu bewahren und sie auf den Gleisen dieser Bahn zu sammeln, die nun ein zweites Leben begann. Viel Geld und noch mehr Freizeit steckten die aktiven Mitarbeiter in den Aufbau der Museumseisenbahn, die seit 1984 die letzte der einst zahlreichen meterspurigen Kleinbahnen in Nordrhein-Westfalen ist.

 

Der letzte noch verbliebene Abschnitt der Strecke von Gillrath nach Schierwaldenrath mit einer Länge von 5,5 Kilometern wurde gepachtet und seit 1972 in eigener Regie als Museumsbahn betrieben. An jedem Sonn- und Feiertag von Ostern bis Ende September verkehren seither die Dampfzüge der Selfkantbahn zur Freude der Fahrgäste, insbesondere der Kinder, die hier häufig zum ersten Mal mit der Eisenbahn in Berührung kommen.

 

In Schierwaldenrath sind (nicht nur) die Gäste der Selfkantbahn eingeladen, Blicke in die Vergangenheit der Eisenbahn zu werfen. Die Museumsfahrzeuge aus den Baujahren von 1889 bis 1976 stammen von einer Vielzahl meist längst verschwundener Kleinbahnen. Inzwischen gehören zur Sammlung rund 50 Eisenbahnfahrzeuge aus allen Epochen. Diese werden, soweit nicht bereits geschehen, nach und nach sorgfältig restauriert und wieder in Betrieb genommen. Der Lokschuppen, die Bahnwerkstatt und die Museumshalle stehen den Besuchern offen.