Wandern

Durch Wiesen und Wälder, vorbei an Flüssen und Halden

Eine Reise durch die Region Aachen-Düren-Heinsberg ermöglicht besondere Naturerlebnisse. Wanderungen durch Heidelandschaften, vorbei an idyllischen Bachläufen, entlang bedeutender Kulturdenkmäler und alter Zechen geben zahlreiche neue Eindrücke. Immer wieder tauchen am Horizont alte Kohlenhalden auf, die vielerorts spektakuläre Ausblicke und vielfältige Freizeitmöglichkeiten bieten.

Naturerlebnispfad in Herzogenrath
Herzogenrath

Natur in allen Einzelheiten erleben, darum geht es beim neu gestalteten Naturerlebnispfad am Herzogenrather Kahnweiher. Jeder ist herzlich eingeladen das Broichbachtal mit allen Besonderheiten zu erkunden, kennen- und schätzen zu lernen.


Der Hauptzugangspunkt zum Naturerlebnisweg befindet sich am Parkplatz Bergerstraße. Ab dort führt der "rote Fuchs" die kleinen und großen Entdecker über acht Stationen entlang eines 2 km langen Rundweges. Das Wegeleitsystem macht es außerdem möglich, an jeder beliebigen Station einzusteigen.


Die einzelnen Stationen informieren gezielt über Sinneswahrnehmungen und bieten die Möglichkeit, die umgebende Natur auf spielerische Art bewusst zu sehen, hören, fühlen und zu erleben. Die Informationen sind an jeder Station in Deutsch und Niederländisch angebracht.


Wussten Sie z.B., dass die Platane an der ersten Station älter als 250 Jahre ist und einen Stammumfang von ca. 6 m hat? Nein? Dann nutzen Sie den neuen Erlebnispfad für gemeinsame Familienspaziergänge mit Aha-Erlebnis.

Hauptzugangspunkt am Parkplatz Bergerstraße, Herzogenrath, www.herzogenrath.de

Alsdorfer Tierpark und Weiher
Alsdorfer Weiher

Der Alsdorfer Tierpark zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel. Der Tierpark liegt inmitten des Naherholungsgebietes Broichbachtal und beherbergt auf einer Fläche von mehr als zwanzig ha ca. 300 Tiere.

Theodor-Seipp Straße, Alsdorf, www.freizeit-in-alsdorf.de

CarlAlexanderPark in Baesweiler

Mit dem CarlAlexanderPark ist 2008 auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Carl-Alexander ein großartiges Freizeit- und Naherholungsgebiet entstanden, das zu jeder Jahreszeit zu einem gemütlichen Spaziergang einlädt. Besonders attraktiv ist die Aussichtsplattform auf der ehemaligen Kohlenhalde, die einen spektakulären Blick über die Landschaft bietet und über einen Schwebesteg zu erreichen ist.

„Am CarlAlexanderPark“, Baesweiler, www.cap.baesweiler.de

Die Sophienhöhe
Sophienhöhe

Aufgeschüttet aus Abraummaterial aus dem Tagebau Hambach erhebt sich die Sophienhöhe 290 Meter in den Himmel und bietet einen faszinierenden Blick über die Jülicher Bördelandschaft. Ein ausgedehntes Straßen- und Wegenetz von fast 100km ermöglicht den Besuchern eine ausgedehnte Wanderung durch rekultivierte Wälder. An den höchsten Stellen finden sich die Aussichtspunkte "Höller Horn" und "Römerturm".

Zugänge über die Parkplätze am Café Sophienhöhe an der L264 bei Hambach und bei Stetternich (alte B55).

Blaustein-See
Blausteinsee

Erleben Sie auf dieser Tour eine durch den Menschen neu gestaltete Landschaft mit alten Erinnerungen. Die Tour führt weitläufig um den im Zuge der Rekultivierung des Tagebaus "Zukunft West" entstandenen Blausteinsee. Gedenksteine und Wegekreuze auf den Wegen rund um den See und den ihn umgebenen Grüngürtel erinnern dabei an die einst vorhandenen Orte, die dem voranschreitenden Tagebau weichen mussten.

 

Alle weiteren Informationen zur Tour:

Rund um den Blaustein-See

Rundwanderweg Breinig BR3
Blausteinsee

Der Rundwanderweg BR3 ist 8,2 km lang und führt Sie über 3 Stunden von Breinig aus Richtung Richtung Venwegen, Kornelimünster und wieder zurück zu den Bruchsteinhäusern in Alt Breinig

 

Alle weiteren Informationen zur Tour:

Rundwanderweg BR3

Römerpark und GrünZUG in Aldenhoven

Über den Römerpark in Aldenhoven gelangt man zum etwa einen Kilometer entfernten GrünZUG. Hier kann man sich bei einem Spaziergang erholen und die schönen Wegeverbindungen zwischen den vierzig Abteilen des GrünZUGs mit "Kinderabteilen" zum Toben oder tollen ergonomischen Betonliegen genießen.

Am Römerpark, Aldenhoven, www.aldenhoven.de

Wandern auf der Millicher Halde

Seit dem Jahr 2008 steht die Millicher Halde inmitten der Stadt Hückelhoven für große und kleine Besucher als Naherholungsgebiet zur Verfügung. Die auf dem oberen Haldenplateau errichtete "Himmelstreppe" begeistert mit immer neuen Ausblicken auf die Stadt, die Ortschaften und ins weite Umland und bietet Ihnen ungeahnte Perspektiven und Eindrücke.

Haldenweg, Hückelhoven, www.hueckelhoven.de

Teverener Heide in Geilenkirchen
Heidenaturpark

Mit sechs Wanderwegen lädt die Teverener Heide im Sommer und Winter zu naturkundlichen Erfahrungen und Spaziergängen ein. Erkunden Sie z.B. den Heiderundweg, der durch die unterschiedlichen Gebiete der Teverener Heide, mit Heidemoor, Wald- und Heideflächen führt.

Wanderparkplatz Grotenrath, Geilenkirchen, www.geilenkirchen.de, www.teverenerheide.de

Bergblick
Heidenaturpark

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Wanderparkplatz Grotenrath, Geilenkirchen, www.geilenkirchen.de, www.teverenerheide.de

Kupferroute Stolberg

Kupferroute Stolberg

Die Kupferroute ist eine nach den anspruchsvollen Qualitäts-Kriterien des Deutschen Wanderverbandes konzipierte Wanderroute (Partnerweg des EIFELSTEIGS) und führt über rund 16 km Länge durch die abwechslungsreiche, landschaftlich reizvolle Umgebung der „Kupferstadt im Aachener Land". Auf idyllischen Wald- und Wiesenwegen entdecken Sie die Hochfläche des Eifelvorlandes mit herrlichen Ausblicken auf die nahen Eifelhöhen und auf tief eingeschnittene Kerbtäler.

Ähnlich wie der Begriff Kupferstadt bezieht sich der Name Kupferroute auf das in Stolberg hergestellte Messing. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Ausdruck „Kupferroute" auch in sofern begründen, als dass dieser Wanderweg streckenweise über ehemalige Erzfelder führt. Hier wurde in früherer Zeit zwar nicht Kupfer oder Messing, wohl aber Galmei gefördert. Und Galmei ist der Stoff, aus dem einst Messing wurde. Besser noch würde man sagen: Es war der einzige Stoff (nämlich ein Zinkerz), aus dem man damals in Verbindung mit Kupfer Messing herstellen konnte. 

Die Kupferroute beginnt (nomen est omen) an einem Kupferhof mitten im Herzen der historischen Altstadt, direkt unterhalb der trutzigen Burganlage. Dieser ehemalige Kupferhof am „Alter Markt" wird heute als Kunsthandwerkerhof genutzt und beherbergt mehrere sehenswerte Ateliers der hier tätigen Künstler bzw. Kunsthandwerker. 

Zunächst gilt es, die Enge der Altstadt zu verlassen und auf dem Hammerberg die weite, sanfthügelige Hochfläche zu erreichen. „Rückblicke" auf die malerisch im Tal gelegene Altstadt lassen die Mühen des Anstiegs vergessen und das gelegentliche (rückblickende) Verschnaufen zum Genuss werden.

 

Einige Standorte der später noch ausführlich beschriebenen Galmeiflora deuten schon auf dem Hammerberg darauf hin, dass hier in früherer Zeit nach Galmei geschürft wurde. 

Auf der Hochfläche führt der Weg Richtung Mausbach oberhalb des alten Steinbruchs Binsfeldhammer vorbei, wo ein malerischer Aussichtspunkt zur Rast einlädt. Derartige Kalksteinbrüche sind seit Jahrhunderten Bestandteil unserer Kulturlandschaft und lieferten u.a. den sogenannten Blaustein, der als landschaftstypisches Baumaterial den alten Ortskernen und auch der Burg Stolberg ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht. 

Während der letzten Jahrzehnte entwickelte sich auch in dem offen gelassenen Steinbruch Binsfeldhammer ein höchst interessantes und artenreiches, durch Sukzessionvegetation entstandenes Biotop, welches seit einigen Jahren unter Naturschutz (FFH-Status bzw. Natura 2000) steht. Als Besonderheiten dieses Biotops sind verschiedene heimische Orchideenarten sowie das Vorkommen von Neuntöter und Heidelerche zu nennen. 

Kurz vor Erreichen der Ortschaft Mausbach liegt etwas abseits des Weges am Heidehof ein Betriebspunkt der ehemaligen Erzgrube Diepenlinchen, der sich im Gelände heute nur noch durch die typische Galmeiflora verrät. 

Bis zum steilen Abstieg nach Vicht tun sich auf der Hochfläche immer wieder grandiose Ausblicke auf. Richtung Westen schweift der Blick über die Wiesen- und Weideflächen des Münsterländchens (benannt nach der Reichsabtei Kornelimünster) bis hin zum benachbarten Belgien, wo der gleiche Landschaftstyp durchaus treffend als Eupener Butterländchen bezeichnet wird. 

Der tief im Tal gelegene, von Wald umgebene Ortsteil Vicht wurde maßgeblich durch das früher hier ansässige Eisenhüttengewerbe geprägt. Zur Verhüttung nutze man hauptsächlich den lokal anstehenden, sogenannten Vichttaler Eisenstein. Bis zum 19. Jahrhundert, als man statt Holzkohle Koks zur Eisenherstellung verwenden konnte, wurden zum Betrieb der Hochöfen große Mengen Holzkohle benötigt, die aus Buchenholz der nahen Eifelwälder gebrannt wurde. 

Obwohl der für die Ortschaft namengebende Vichtbach in trockenen Sommermonaten einen recht bescheidenen Eindruck macht, war er in früherer Zeit Lebensader und Energielieferant für alle im Tal ansässigen Gewerbe, einschließlich der Stolberger Kupferhöfe. 

Nach Querung des Vichtbaches schlängelt sich die Kupferroute hinauf durch ein großes Waldgebiet zur ehemaligen Erzgrube „Breinigerberg" mit dem Naturschutzgebiet Schlangenberg, einer natürlichen Erhebung, deren Name sich von der Schlingnatter ableitet.

Bereits zur Römerzeit und später auch zur Zeit der Kupfermeister wurde hier u.a. Galmei zur Messingherstellung abgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts entstand großtechnisch, industriell betriebener Bergbau, der insbesondere die Stolberger Zinkhütten mit Erz versorgte. 

Nach Aufgabe der Grube blieb das Betriebsgelände zunächst als Industriebrache zurück und wurde bis Ende der 1980er Jahre als Truppenübungsplatz genutzt. Seit 1990 steht das Gebiet unter Naturschutz und ohne jegliche Rekultivierungsmaßnahme entstand aus dieser ungeliebten Industriebrache ein wertvolles, schutzwürdiges Biotop mit erstaunlicher Artenvielfalt und hohem Freizeitwert. 

Der ursprünglich rein geogene Schwermetallgehalt der Böden bildete die Voraussetzung für das nacheiszeitliche Entstehen der hoch angepassten Galmeiflora mit dem gelbblühenden Galmeiveilchen, welches als einzigartige botanische Besonderheit weltweit nur in der hiesigen Region zu finden ist.

Im anschließenden Münsterwald trifft die Kupferroute auf einen Naturlehrpfad, der verschiedene Baum- und Straucharten sowie Informationen zur Lebensgemeinschaft Wald vorstellt. Die als nächstes zu überquerende Landstraße führt rechts nach Breinig und links nach Zweifall. Hierbei handelt es sich um Orte von höchst unterschiedlichen Charakter, die man unbedingt beide für einen späteren Besuch vormerken sollte. 

 

Der historische Ortskern von Breinig zeigt mit seiner beeindruckenden Blausteinarchitektur und dem umliegenden Weideland geradezu exemplarisch die typische Siedlungsstruktur des Münsterländchens. 

Die alte Bebauung des im Tal gelegenen Walddorfes Zweifall lässt die längst vergangene Eisenhüttentradition auch heute noch deutlich erkennbar werden. Die Eisenhüttenleute nämlich brauchten den rötlichbraunen Vichttaler Eisenstein nicht nur als Eisenerz, sondern bauten auch ihre Wohnhäuser aus diesem Material, welches immer noch das Erscheinungsbild des alten Ortskerns dominiert. Heute sind Holzverarbeitung, Naherholung und Tourismus Markenzeichen für das idyllische Eifeldörfchen. Obschon sowohl Zweifall als auch Breinig (fast schon) zur Eifel gehören, setzen sich beide Orte von der eifeltypischen Fachwerkbauweise deutlich ab. 

Vorbei an der Andreashütte bringt die Kupferroute Sie zum Waldrestaurant/Hotel Birkenhof im Stadtteil Venwegen. Hier bietet sich die Möglichkeit, Rast einzulegen, bevor Sie gestärkt und frischen Mutes die letzten drei Kilometer der Kupferroute absolvieren.

Hinter Venwegen überschreitet die Kupferroute die Stadtgrenze nach Aachen und verbindet an „Kitzenhaus" die Kupferstadt Stolberg mit dem EIFELSTEIG, einem Wanderweg der Spitzenklasse und einem der zehn „Top-Trails of Germany", der von der alten Kaiserstadt Aachen in die Römerstadt Trier in Rheinland-Pfalz führt.

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.stolbergtouristik.de

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