Audio-Guide

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


Wasserturm Alsdorf

Wasserturm Alsdorf

Bis 1909 war die Versorgung der Alsdorfer Haushalte mit Wasser eine schwierige und vor allem schwere Arbeit. Wasser holte man entweder aus der Regentonne oder von einer der vielen Pumpen in der Stadt.

 

Im alten Ortskern gab es vier zwei bis drei Meter hohe eiserne Pumpen. Durch sie wurde das Wasser je nach Ortslage 26 bis 30 Meter hoch gepumpt. Eine Kraft fordernde Aktion, insbesondere im Winter, wenn die Pumpen vereist waren. Dennoch war es meist Sache der Frauen, oft der Töchter des Hauses, das wertvolle Gut ins Haus zu holen. Meist wählten sie die frühen Abendstunden, um sich an einer der Pumpen zu versammeln. Dort unternahm dann mancher junge Alsdorfer erste Annäherungsversuche, indem er seiner Auserwählten die Eimer mit Wasser füllte und auch den Transport übernahm.


1909 begann die Gemeinde Alsdorf mit dem Bau eines eigenen Wasserwerks. In den Straßen wurden Wasserleitungen verlegt und am damals höchsten Punkt des Ortes ein Wasserturm gebaut. Mit seinen imposanten 52 Metern Höhe thronte er als Wahrzeichen über der Stadt. 1936 wurde der Turm auf 41 Meter Höhe verkürzt und ein neuer, moderner Behälter aufgesetzt. Der Alsdorfer Wasserturm, der damals seine heutige Kopfform erhielt, konnte nun 1000 Kubikmeter aufnehmen.


Mitte der 1990er Jahre erwarb ein Investor den nun nicht mehr genutzten Wasserturm und das angrenzende Areal und baute den Cinetower Kinopark Alsdorf. In weniger als zehn Monaten Bauzeit entstand ein in Nordrhein-Westfalen einzigartiger Freizeitmix aus Gastronomie und hochmodernem Kinopark.