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Zitadelle Jülich

Das mittelalterliche Jülich fiel 1547 einem verheerenden Stadtbrand zum Opfer. Daraufhin beschloss Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg, die Stadt mit imposanter Festung nach aktuellen militärtechnischen Gesichtspunkten neu zu errichten. Hierzu verpflichtete er den italienischen Militär- und Zivilbaumeister Alessandro Pasqualini. Er schuf die ideale "italienische" Renaissancestadt Jülich, die in ihrer Konzeption mit Zitadelle und Residenzschloss, mit Stadtbefestigung und Stadtanlage die nächsten Jahrhunderte überdauerte.

 

Heute ist die 90.000 Quadratmeter große Festungsanlage Zitadelle ein Baudenkmal von europäischem Rang. Imposante Wälle und vier pfeilförmige Bastionen umfassen das ehemalige Residenzschloss Herzog Wilhelms V. Die von Alessandro Pasqualini erbaute Anlage ist der bedeutendste "Palazzo in Fortezza" im Stil der italienischen Hochrenaissance im deutschsprachigen Raum. Von besonderer architekturhistorischer Bedeutung ist die Ostfassade des Schlosses mit der Schlosskapelle.